Am Westerwald-Gymnasium Altenkirchen fand kürzlich ein Selbstverteidigungskurs für eine 9. Klasse statt. Geleitet wurde die Einheit von Marco Koch, Übungsleiter des SportClub Hachenburg e.V. Insgesamt nahmen 17 Schülerinnen und Schüler an dem Kurs teil, der bewusst nicht als Kampfschulung, sondern als präventives und praxisnahes Angebot konzipiert war.
Im Mittelpunkt stand die Vermittlung, dass Selbstverteidigung nicht bedeutet, einen Kampf auszutragen. Vielmehr ging es darum, sich mit einfachen und effektiven Mitteln möglichst schnell aus der Kontrolle eines Angreifers zu lösen. Trainiert wurden grundlegende Verteidigungen gegen einfache Schläge, unterschiedliche Griffarten sowie Situationen am Boden. Dabei wurde auch deutlich gemacht, dass körperliche Auseinandersetzungen stets mit Schmerzen und Risiken verbunden sind und daher möglichst vermieden werden sollten. Wird aus einer Verteidigung ein Kampf, steigt die Gefahr ernsthafter Verletzungen erheblich.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich während des gesamten Kurses sehr engagiert und aufmerksam. Neben dem gemeinsamen Üben der Techniken probierten sie auch eigenständig verschiedene Lösungsansätze aus, was nicht nur das Verständnis vertiefte, sondern auch für eine positive und motivierte Trainingsatmosphäre sorgte. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas kam der Spaß nicht zu kurz.
Der Selbstverteidigungskurs verfolgte das Ziel, neben grundlegenden praktischen Fähigkeiten vor allem das Bewusstsein für Prävention, Deeskalation und Selbstschutz zu stärken. Damit leistete er einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung junger Menschen im Umgang mit potenziell gefährlichen Alltagssituationen.






